Learning analytics: Zwischen Chance und Risiko

Hängen geblieben bin ich auch an der Frage: Wie wird analysiert oder „bewertet“ ob jemand „nur“ zusieht oder sich auch aktiv an E-Learning-Aktivitäten beteiligt? Ich sehe es zunächst so: Eine Auseinandersetzung mit NutzerInnenverhalten kann sicher auch Aufschlüsse darüber geben, wie dialogorientiert einzelne Maßnahmen tatsächlich sind, oder wie gut die Balance zwischen „Herausforderung“, „Nutzen“ und „Lerneffekt“. Insoferne denke ich, es geht auch um die Perspektive das ganze als Teil der Evaluation zu sehen. Denn genausogut kann ich ja auch bei einem „klassischen“ Seminar sehr genau mitprotokollieren und nachher bis ins kleinste Detail analysieren, wer, was, wie intensiv getan oder gelassen hat.

Ich hielte es für falsch, so zu tun, dass eigentlich „gar keine Daten“ gesammelt werden – denn natürlich bedeutet Einloggen und das Ausführen bestimmter Tätigkeiten auch das Zurücklassen einer digitalen „Spur“. Hier könnten NutzerInnen eingebunden werden und sie gefragt werden, wie intensiv diese Analyse sein soll – oder es wird bewusst die Möglichkeit von „Surfen im sicherenModus“ propagiert.

Dass gesammelte Daten auch zu Missbrauch einladen ist gar keine Diskussion – hier gilt es mit kritischen Augen auf die Praxis jener zu schauen, die E-Learning und Social Media in Lernkontexten vor allem aus kommerziellen Interessen einsetzen…

 

Noch ein paar gefundene Links:

Viel aktuelle Literatur, alles auf Englisch

https://docs.google.com/document/d/1MMQ6Zeca8sqQlCcBg7O4Bx7P0Xt5qc4DKjf7S6R-CJs/edit?pli=1

und noch mehr: http://www.educause.edu/Resources/Browse/Learning%20Analytics/39193

dazu ganz aktuelle, ausführliche Analyse wieder mit vielen Links: http://www.educause.edu/EDUCAUSE+Review/EDUCAUSEReviewMagazineVolume46/ResearchandDataServicesforHigh/238391

sowie ein podcast aus dem Mai 2012: http://blogs.abc.net.au/nsw/2012/05/digital-living-learning-analytics.html

und am Ende der englischen Fundstücke mit schönen Grafiken: http://solaresearch.org/OpenLearningAnalytics.pdf

 

leider nur der Abstract frei verfügbar:

http://www.oldenbourg-link.com/doi/abs/10.1524/icom.2012.0007

 

Konferenz zum Thema im April 2013 in Belgien: http://lakconference2013.wordpress.com/

(Rückblick auf 2012 in Vancouver http://www.learninganalytics.net/)

 

dann habe ich noch dieses Buch gefunden:

Qualität im E-Learning aus Lernersicht, von Ulf-Daniel Ehlers
2011 Vs Verlag Für Sozialwissenschaften

http://www.oebv.net/list?back=7b8f3ffb6b610dbe099c7c5d3cb10691&xid=2973645

 

Interessant finde ich zum Weiterlesen auch dieses Interview: http://www.checkpoint-elearning.de/article/5470.html

About cfreisleben

FH St. Pölten Projekt inverted classroom / E-Learning Berater, Referent, Trainer, Journalist www.improflair.at
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2 Responses to Learning analytics: Zwischen Chance und Risiko

  1. improweise says:

    Diplomarbeit: Rezeption von Feedback in der E-Learning-bezogenen Lehrerbildung. Eine exemplarische Untersuchung anhand des Blended-Learning-Modells von EPICT von Mag. Elisabeth Wielandm Fachhochschul-Studiengang Angewandtes Wissensmanagement,
    Eisenstadt 2010 http://it.fh-burgenland.at/fileadmin/Download/bibliothek/diplomarbeiten/AC08255860.pdf

  2. Pingback: Zwischenbilanz zur Kurseinheit „Learning Analytics” | OpenCourse 2012

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