Persönlicher Rückblick: Kongress Zukunft Basisbildung – Web Literacy, Juni 2012, Graz

Seit über 10 Jahren bin ich auch als Lehrender für Personen tätig, die im Bereich Basisbildung arbeiten: Auf der Organisationsebene, als Lehrende und BegleiterInnen. „Basisbildung“ ist ein Überbegriff für Bildungsangebote für Menschen, die Probleme beim Lesen, Schreiben oder Rechnen haben, also Menschen, die in der öffentlichen Diskussion als „Quasi-AnalphabetInnen“ oder „AnalphabetInnen“ bezeichnet werden sowie Personen mit migrantischen Hintergrund (Stichwort „Deutsch als Fremdsprache“).

Weiters beschäftige ich mich momentan wieder intensiver mit den Potentialen von E-Learning und Social Media, vor allem auch im Opco12 Onlinekurs (http://opco12.de). Daher war der Weg nach Graz am 18. & 19. 6. 12 aus mehreren Grünen logisch.

Die Dokumentation der Tagung wird ab 25. 6. auf www.zukunft-basisbildung.at zu finden sein. Schon jetzt verfügbar ist z. B. das Einstiegsreferat von Ton Zijlstra (https://proj.adobeconnect.com/_a789908106/p694jjsqgn5/?launcher=false&fcsContent=true&pbMode=normal als Mitschnitt; Präsentation: http://www.slideshare.net/TonZijlstra/lernen-in-der-netzwerkgesellschaft).

Einige Punkte, die bei mir am stärksten hängen geblieben sind:

  • Lernen hat sich durch das „große Miteinander“ in den globalen Daten-Netzwerken stark verändert hat, es geht auch um Ko-Kreation = lebendiges Miteinander, ein voneinander profitieren, ein Teilen (und Schenken).
  • Geprägt sind diese Netzwerke durch immer stärker werdenden Verknüpfungen zwischen Personen – Inhalten – Kommentaren die aufeinander verweisen, auch das ist ein miteinander Lernen
  • Lernen in/durch Social Media und Social Networks braucht aktives Tun – im „Trockenschwimmen“ nur schwer oder gar nicht erfahrbar.
  • Lernen in /durch Social Media / Social Networks fördert eine direkte, unmittelbare Authentizität.
  • Wichtig ist das Bewusstsein, Teil eines Netzwerks zu sein (auch abseits Social Media!) – der zweite Schritt ist dann das aktive Einbringen, Nutzen, Teilen mit- und voneinander Lernen. (auch z. B. in der Form von Ko-Kreation von Designobjekten oder Produkten über das Netz) sowie das Nutzen der aktuellen Social Media – Werkzeuge, die sich ständig weiter entwickeln.
  • Das ganze hat auch eine gesellschaftliche Dimension wo es in der „open Data“ – Entwicklung um Zugang zu Daten und daher Möglichkeiten zur Mitdiskussion und Partizipation geht (Ton nennt das spannende Beispiel von http://www.frankfurt-gestalten.de/).
  • Literacy hat sowohl was mit persönlichen Fähigkeiten als auch mit Netzwerk bzw. netzwerken zu tun.

 

 

 

Workshops die ich noch mitbekommen oder ganz besucht habe:

Thomas Strasser zu den Potentialen von Web 20.0 in der Bildungsarbeit

http://www.authorstream.com/Presentation/welcomezone-1449704-web-2-0-als-digitaler-hype-oder-ernstzunehmender-paradigmenwechsel/ – viele wichtige Links rund ums E-Learning (auch von Thomas Strasser mit einigen anderen Links: http://www.slideshare.net/welcomezone/mind-the-app-simple-but-effective-tools-in-the-classroom)

 

Workshop zu Mini!Labs Facebook

In Kooperation mit dem Wuk gibt es dort Mini!Labs zum Thema Facebook und Web 2.0 speziell für Frauen z. B.: http://www.wuk.at/event/id/15872

(noch ein Hinweis: Das Web / Social Media einfach erklärt: https://lernnetzwerk.wordpress.com/)

 

Workshop mit David Röthler zu webinare

http://www.slideshare.net/davidroethler/webinare-in-der-basisbildung

…mit viel Gelegenheit zum Ausprobieren! Auch mit google-Hangout. Die Präsentation enthält auch einige hilfreiche Links für die Umsetzung.

Weitere open source Möglichkeiten (habe ich persönlich noch nicht ausgetestet) habe ich hier gesammelt:

http://www.mister-wong.de/user/cfreisleben/webinare/

 

Zum Workshop digital stories werde ich einen eigenen Blogbeitrag gestaltet (geht in Kürze online!).

 

Ein kleines Resumee noch:

Es ist genauso wie es Ton Zijlstra sagt: Trockenschwimmen geht nicht. Hör-, spürbar und erlebbar war Neugier und gleichzeitig ein großer Respekt vor den „neuen Medien“ / Social Media / Web 2.0. Und auch Vorbehalte, ob Zielgruppen aus der Basisbildung bzw. die Lehrenden dort mit den vorgestellten Instrumenten umgehen können. Und dort wo ausprobiert wurde ganz konkret, wurden die Vorbehalte schnell kleiner und die Instrumente greifbarer. (siehe auch dieses tolle blog-Projekt: http://keck.abzaustria.at/)

Ich persönlich sehe die Social Media-Instrumente gerade auch in diesen Feld als Chance u. a. zum Empowerment, zum Erreichen von bisher kaum / gar nicht erreichten Zielgruppen, zur Förderung der gegenseitigen Unterstützung und Vernetzung unter den Lernenden, zum gemeinsamen Gestalten und damit auch zum Partizipieren, Stimme erheben, Gestalten.

 

P.S.: Viele Links zum Thema habe ich hier gesammelt: http://www.mister-wong.de/user/cfreisleben/basisbildung/ – weitere aktuelle Infos rund um das Thema E-Learning sammle ich auch hier: http://www.scoop.it/t/erwachsenenbildung/

Andere Hinweise / Links zu Vorträgen beim Kongress sind bei meinen tweets (@cfreisleben) unter dem Hashtag #zbwll nachzusurfen / -lesen.

(Auswahl:

# ein Vordenker von Web 2.0: http://www.br-online.de/wissen-bildung/telekolleg/faecher/deutsch/medien/folge_3/dichter.shtml)

# Internetnutzung in dt. Haushalten: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Informationsgesellschaft/InternetnutzungHaushalte_82011.pdf?__blob=publicationFile

Schweiz: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/16/04/key/approche_globale.indicator.30106.301.html?open=302

Ö: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/informationsgesellschaft/ikt-einsatz_in_haushalten/index.html

#Web 2.0: Aktive Mitwirkung verbleibt auf niedrigem Niveau http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/fileadmin/Online11/07082011_Busemann_Gscheidle.pdf

# nachher gefunden: http://derstandard.at/1339637856475/Hedy-Lamarr-Lecture-Sree-Sreenivasan-Nenne-Social-Media-gerne-E-Mail-ohne-Schuldgefuehle)

About cfreisleben

FH St. Pölten Projekt inverted classroom / E-Learning Berater, Referent, Trainer, Journalist www.improflair.at
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