Einsatz von OER

Anschließend / aufbauend / ergänzend zu meinen Dreiteiler zu OER folgende „Einsatzüberlegungen“ (am besten zu finden von diesem Ausgangspunkt aus):

 

Bei den meisten Lernthemen geht es auch um das Finden / Bewerten / Einordnen bzw. auch neu Verknüpfen von vorhandenen Informationen. Daraus ergeben sich folgende mögliche Schritte:

  • Reflexion & Analyse: Informationszugänge der Teilnehmenden – also von wo diese Informationen (oder auch Meinungen) beziehen (bzw. wenn das Thema ist Produkte / Dienstleistungen), ein Ausgangspunkt kann dabei sicher die Medienbiographie sein (also in aller Kürze: In welchen Lebensphasen (inkl. jetzt) welche Medien wie genutzt (oder auch gestaltet) wurden)

  • Reflexion & Analyse: Welche (Wissens- und oder auch materielle Ressouren) Bausteine zu einem Lernthema haben Teilnehmende schon? Also auch eine Ermutigung & Herausforderung die eigenen Hosen- & Handtaschen, den eigenen Haushalt, das persönliche Umfeld, die verschiedenen Lebensregionen nach Informationsfundstücken zu durchsuchen (je multimedialer desto lieber: Texte, Bilder, Töne, Geschichten, Menschen, Projekte, Skulpturen, Alltagsgegenstände….)

  • Zwischenschritt: Was davon ist „frei“ verfügbar – verbindbar mit einer Reflexion / Infovermittlung zu Themen wie Urherberrecht / Allmende / Creative Commons und natürlich OER (ergänzt mit der Frage: Wie kann etwas Vorhandendes für andere verfügbar / zugänglich / nutzbar gemacht werden, so dass die Rechte am eigenen Werk beachtet werden und auch die Notwendigkeit dass viele ProduzentInnen von ihren Produkten & Prozessen dorthin leben wollen & sollen)

  • Aktive Info-Suche an anderen Orten – also sicher Internet und auch z. B. die Haushalte & Umgebungen der anderen Teilnehmenden (weil Außensicht neue Sichtweisen bringt, übersehenes Vorhandenes erkennbar wird, scheinbar Fehlendes plötzlich sichtbar wird), Institutionen in- und außerhalb der Lebensregionen usw.

  • Je nach weiteren Design bietet sich nun an,

    • Einzelarbeiten: selbstständiges Forschen, Dokumentieren, Fragen, Suchen, Finden und auch Produzieren animieren

    • genauso Tandems, Triaden, Kleingruppen dazu

    • Wissensvermittlung / Eröffnen von Wissenszugängen durch den/die TrainerIn / ReferentIn (bei entsprechenden Themen auch handwerkliche Fähigkeiten oder so) bzw. nach dem Prinzip “Lernen durch Lehren” durch Teilnehmende

  • Auf jeden Fall können in diesen Prozess wieder „Bausteine“ entstehen, die als Ergebnis nicht nur für die Gruppe sicht- & nutzbar werden, sondern eben darüber hinaus – mit entsprechender Begleitung entstehen so neue OER, die stark von unmittelbaren Forschungs- und Erfahrungswissen gespeist sind

 

Zusammengefasst bedeutet das aus meiner Sicht: Die Sichtweise, was OER sind / sein könnten möglichst weit zu halten sowie Teilnehmende zum selbstständigen / gemeinsamen Forschen / Suchen / Vernetzen / Produzieren zu animieren. Gespeist auch von der Überzeugung, dass Lernen möglichst ein kontsruktivistisch / konnektivistisch geprägter Prozess sein kann und soll.

Und das Lernen auch heißt: Wissen / Wissenszugänge und damit Möglichkeiten eröffnen / fördern, eigene Lebensbedingungen aktiv wahrzunehmen / neu zu bewerten / zu verändern.

Rückmeldungen / Meinungen / Ergänzungen wie immer herzlichst willkommen!

 

About cfreisleben

FH St. Pölten Projekt inverted classroom / E-Learning Berater, Referent, Trainer, Journalist www.improflair.at
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