Lernräume off- und online und dazwischen

Auch bei der keylecture von Sabrina Brandt und Gudrun Bachmann (Universität Basel. Hintergrund: https://itsi.ltn.unibas.ch/) am zweiten Tag der #gmw14 (Videoaufzeichnung: https://t.co/jHArRYWHvG) ging es um Räume, wobei zunächst eher der „physikalische“ Aspekt im Vordergrund stand. (Eine weitere Zusammenfassung findet sich hier: http://2014.gmw-online.de/blog-keynote-auf-dem-weg-zum-campus-von-morgen/ und ausführlicher hier: http://2014.gmw-online.de/015/)

Studierende sind heute mehr denn je Lernwanderer „zwischen unterschiedlichsten Räumen“ (also u. a. Prüfungs-, Lehr-, Lern-, Zwischen- und Spielräume). Es geht also auch um die Grenzgänge zwischen “anytime-anywhere” versus “home based” Lernen.

Zum Einsatz auf dem Weg zu einen neuen Campus kamen Methoden wie designthinking, Fotoexkursionen, Workshops,… Weiters wurde die Persönliche Lernumgebung in den verschiedenen Feldern visualisiert.

Ein interessanter Vergleich dabei: Werden Kinder gefragt, was sie sich für einen Spielplatz wünschen kommt vermutlich schnell „Sandkasten“ und „Schaukel“. Auch weil diese Aussage von inneren Bildern geprägt ist, was eben zu einem Spielplatz gehören könnte. Es braucht also eine Vorgangsweise, während der Wünsche sowohl entstehen können, als auch gemeinsam entwickelt werden.

Einige Erkenntnisse (hier fließen auch Wahrnehmungen von der Keylecture am dritten Tag ein: https://t.co/oMr0WZzrCP Siân Bayne «Digital education and University space»:

  • Auch vorhandene Lernräume können durch verblüffend einfache Maßnahmen an gerade aktuelle Bedürfnisse angepasst werden (Tische umstellen usw.)
    • Gewünscht sind sowohl Individualräume als auch Räume für Gruppenaktivitäten (gilt ebenso für Online-Räume!) wobei die interessante Frage ist, wie leicht sich diese Räume rasch transformieren & zurückverwandeln lassen
    • Und: wie leicht lassen sich eigentlich leere Räume von Studierenden und Lehrenden kurzfristigst und niederschwellig buchen (siehe dieses Beispiel der Uni Basel: http://raumfinder.ch/detail/info/100166.html)
    • Als Kommentar zur keylecture: leben – und lernen – bedeutet aneignung, also auch bewusst gewollte, geförderte mitgestaltgung
  • Studierende (und natürlich auch Lehrende) verbringen teils den ganzen Tag am Campus – wie also muss dieser gestaltet werden, um Bedürfnisse zu stillen wie Hunger, Durst, Sehnsucht nach Ruhe, liegen können, Begegnungsräume…
    • Manche Orte wirken so: Studierende sind hier eigentlich (explizit) nicht willkommen
    • Gewünscht sind auch IT-freie Räume bzw. überall anders Essentielles wie W-Lan, Steckdosen & Co.
    • Die Uni / FH als „Zweitwohnung“ ist auch in Hinblick auf mögliche „Pausenräume“ in Curricula usw. kritisch anzusehen und der Balanceakt zwischen Lernen & Privat bzw. den Interlinks dazwischen
      • Und: wie ist das, wenn sich Zuhause eine massive Veränderung wie ein Hausbau, Geburt, Heirat, Trennung ergeben; welche Unterstützung ist dann wichtig?
    • Wie ist das bei blended learning oder Fernstudien; Sophie Lenz sagte dazu treffend: Fernstudierende als Schrödinger-Katzen…”Sie sind auf der Uni und sie sind nicht auf der Uni”
  • Selbstverwaltete Herangehensweisen unterstützen schnelle Lösungen, etwa das Anschaffen eines 3D-Druckers
  • Serviceanspruch vs. Eigenverantwortung: dieser „Wechsel“ braucht Zeit, Unterstützung, Impulse
  • Regelmäßige Evaluierung wichtig -> Beispiel: http://t.co/ZladiSNSV1
  • Potentiale durch bewusste Begegnungen zwischen unterschiedlichsten Studienrichtungen bis hin zu gemeinsamen Projekten – Räume fördern interne Vernetzung & Wissensmanagement / Raum als Change Agent

About cfreisleben

FH St. Pölten Projekt inverted classroom / E-Learning Berater, Referent, Trainer, Journalist www.improflair.at
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