digital literacy

E-Learning und die aktive Nutzung von Social Media bedeutet die Begegnung mit „user generated content“ also u. a. Texte, Fotos, Comics, Musik, podcasts, Videos sowie Hinweise auf andere WebSites. Kombiniert sind diese oft mit Kommentaren, Bewertungen, Interessensbekundungen sowie teils sehr tief gehenden persönlichen Informationen von NutzerInnen oder BesucherInnen. Es sind also letztlich Inhalte und Herangehensweisen, die schon immer in unterschiedlicher Weise ein essentielles Element menschlicher Kommunikation sind.

Ausgangspunkte für Bildungsprojekte, bei denen E-Learning sowie der Einsatz von Social Media eine intensivere Rolle spielen sollen können also Ansätze und Methoden der Aktivierenden Medienpädagogik sein (ausgehend u. a. von der Definition von Gerhard Tulodziecki, Professor für Allgemeine Didaktik und Medienpädagogik an der Universität Paderborn (D), siehe z. B. http://www.mediaculture-online.de/Gerhard-Tulodziecki.376.0.html), also u. a. folgende Schritte:

  • Auseinandersetzung mit Produktionsbedingungen von Texten, Bild- und Tondokumenten sowie wie sich verschiedene Gestaltungstechniken auf Inhalte und „Inhalte zwischen den Zeilen & Bildern“ auswirken.
  • Analyse: Auswirkung der Web 2.0 Phänomene des gemeinsamen Arbeiten an content sowie der Unmittelbarkeit auf Inhalte sowie die Art wie Geschichten im weitesten Sinn erzählt, rezipiert und (co)gestaltet werden.
  • Wahrnehmung bei „klassischen Medien“: Vergangene und aktuelle Versuche sowie Modelle der aktiven Einbindung von MedienkonsumentInnen sowie Ansätze um diese auch als ProduzentInnen zu gewinnen.
  • Vermittlung grundlegender Informationen über Geschichte, Gegenwart sowie grundlegenden Funktionsweisen von Web 2.0 – ein wichtiger Aspekt ist dabei, wer überhaupt aufgrund sozialer, wirtschaftlicher, politischer Rahmenbedingungen welches Ausmaß an Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten zu E-Learning / Social Media hat.
  • Raum um Hoffnungen und Befürchtungen zu den „neuen Medien“ zu äußern und weiter zu entwickeln, ebenso geht es an dieser Stelle noch einmal explizit um das Themenfeld Privatsphäre sowie um Hinweise zum Schutz vor Viren und anderer schädlicher Software. Weitere möglicherweise wichtige Themenfelder sind der Umgang mit Rassismus, gewaltverherrlichenden und sexistischen Inhalten.
  • Auseinandersetzung mit der eigenen Medienbiografie sowie der Bedeutung die verschiedene Medien und Mediennutzung (inkl. der aktuellen oder angestrebten Intensität) für Alltagsgestaltung sowie Einstellungen haben.
  • Ausreichend Möglichkeiten zum Austesten in einem geschützten Rahmen (dazu können auch die Vermittlung grundlegender Fertigkeiten bei der Bedienung eines PCs, von Handys und Tablets, digitalen Kameras usw. gehören).
  • Dabei: Vermittlung von Strategien zur Informationssuche und -strukturierung in selbstbestimmt planbaren Zeitfenstern. Ein hier sehr passendes Thema ist die Auseinandersetzung mit dem creative commons-Ansatz.
  • Auch zunächst im geschützten Raum: Begleitetes, eigenständiges und gemeinsames Produzieren, Weiterentwickeln, Kommentieren und Weiterleiten verschiedenster Inhalte.
  • Im Zuge dessen: Bewusstes Gestalten eigener Profile mit auf Wunsch unterschiedlichen „Sichtbarkeiten“ nach außen.

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